Denkmalpflege

Kapelle Maria am hohen Weg, Leutmerken


Restaurierung, Fertigstellung 2022
Die Kapelle «Maria am hohen Weg» liegt idyllisch an einem Feldweg nahe Leutmerken. Sie wurde bereits im 18. Jahrhundert erbaut und verfügt über ein leicht geknicktes Giebeldach sowie ein Dachreiter-Türmli mit Glocke. Die Fassaden sind verputzt. An der Ost- und Westseite befinden sich jeweils zwei kleine, von aussen durch Gitter geschützte Fenster. Das Eingangs-Portal in der Giebelfront auf der Südseite wird flankiert von zwei steinernen Sitzbänken. Der nur mit einem Schlüssel zugängliche Innenraum verfügt über einige kleine Holzbänke und einen Altar, welcher in die nördliche Rundung integriert ist. Auch die Innenwände wurden durch diverse Farbakzente im Sockelbereich des Altars sowie um die Fenster aufgewertet.
Die Restaurierung in den Jahren 2021–2022 war hauptsächlich durch Feuchteschäden und starken Bewuchs am Verputz begründet. Zudem war auch Wasser in den Innenraum eingedrungen. Daher wurde zunächst die Wasserführung optimiert und die Dachrinne mit einem zusätzlichen Fallrohr ausgestattet. Eine neue Sickerleitung inkl. Schacht wird die Fassaden künftig hinsichtlich aufsteigender Feuchtigkeit entlasten. Anschliessend wurden die Schäden an den Oberflächen im Aussen- und Innenbereich restauriert und der Verputz sowie die Farbfassungen, in historisch korrekter Weise, instand gesetzt bzw. erneuert. Die Dachuntersicht wurde optimiert und abgedichtet. Das Wegkreuz aus Sandstein, das sich gegenüber dem Eingang zur Kapelle befindet, wurde im Zuge der Arbeiten ebenfalls restauriert.