Hochgebirgsbauten

Sanierung und Umbau Zwinglipasshütte, Wildhaus


Umbau und Erweiterung, 2017
Die Zwinglipasshütte wurde im Jahr 1970 gebaut und 1991 um eine große Kelleranlage unter der Terrasse erweitert. Aufgrund der steigenden Anzahl an Übernachtungs- und Tagesgästen stieß die Hütte zunehmend an ihre technischen Kapazitätsgrenzen. Zudem hat sich die Versorgung der Gäste in den letzten Jahren verändert und wurde den neuen Bedürfnissen angepasst. Aus diesem Grund waren eine Sanierung der inneren Abläufe sowie eine Erweiterung der bestehenden Infrastruktur unumgänglich. Die technischen Anlagen und betrieblichen Abläufe mussten an die heutigen Anforderungen angepasst werden. Die Wiederherstellung der ursprünglichen Anzahl an Übernachtungsplätzen aus der Erstellungszeit (ca. 42 Plätze) galt bei diesem Projekt als Richtschnur. Zusätzlich wurden Schlafplätze für das Hüttenpersonal geschaffen. Ziel war es, die inneren Abläufe zu optimieren und die Anforderungen an einen zeitgemäßen Gastronomiebetrieb in Gebirgslage umzusetzen.
Der Hüttenwarts-Bereich wurde vom Gästebereich getrennt, zum einen aus Gründen der Hygiene, zum anderen zur Vermeidung möglicher Kollisionspunkte im Ablauf. Die Brandsicherheit und Fluchtwege der Hütte wurde an die aktuell gültigen Vorschriften angepasst, so dass ein sicherer Hüttenbetrieb in der bewarteten und unbewarteten Zeit möglich ist. Um die Wasserbeschaffung, die sich auf Grund der topographischen und geologischen Verhältnisse vor Ort sehr schwierig gestaltete, zu optimieren, wurde eine kleine UVC-Anlange eingebaut. Diese reinigt das Dachwasser und wird durch die solare Stromgewinnung gespeist. Die PV-Anlage wurde auf Grund der Lage als On-Dachanlage konzipiert. Das Erscheinungsbild der Hütte orientiert sich am Bestand – so wurde ein Blechdach mit Doppelstehfalz-Ausbildung wie im Bestand erstellt und die Fassade mit handgespalteten Schindeln aus dem Toggenburg verkleidet.